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Baby Eichhörnchen Dylan

By Raimund / Mai, 18, 2014 / 0 comments

Die Eichhörnchen in New York sind größer, dicker und vor allem frecher als die, die wir in Deutschland kennen. Okay, wahrscheinlich sind sie das überall in den USA. Sie klettern Dir auf den Arm, wenn es in der Hand am Ende Erdnüsse gibt. Das konnten Stephanie und ich in mehreren Parks beobachten.

Bob Dylan und das Eichhörnchen in der Handtasche

Im Washington Square Park fiel uns eine Frau durch ihr lautes Rufen und Geschnalze auf. Zielstrebig bewegte sich die zierliche kleine Gestalt, die mich an Yoko Ono erinnerte, auf eine Bank zu, auf der sie einige Dosen Erdnüsse ausbreitete. Innerhalb von Sekunden war sie umzingelt von Eichhörnchen.

Eichhörnchen im Washington Square Park

Die New Yorkerin erklärte uns gleich, dass sie nur ein paar Häuser weiter wohne und fast jeden Tag hier sei, um die Eichhörnchen zu füttern. Bob Dylan habe mal ums Eck gewohnt. Das war aber bevor die Hedge Fonds und Immobilienhaie kamen.

Während ich mich noch fragte, was die Eichhörnchen mit der ehemaligen Nachbarschaft zu Bob Dylan zu tun haben, kam Yoko Ono, ihre Handtasche fest umschlungen, auf uns zu und erklärte uns, dass eine böse Frau im Auftrag der Immobilien-Spekulanten alle Eichhörnchen der Gegend vergifte. Unter anderem auch die Mutter von Dylan. Sie öffnete direkt vor unseren Augen langsam ihre Handtasche. Darin ein kleines Eichhörnchen. That’s Dylan, sagte sie mit einem mütterlich seligen Lächeln und ging wieder zu ihrer Bank.

Danke an Stephanie Wiesner für Titel- und Hintergrundfoto.

 

 

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