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Sippenhaft. Mit gefolgt, mit entfolgt.

By Raimund / Dezember, 21, 2014 / 1 comments

Alle halbe Jahre werde ich auf Twitter mal von jemandem entfolgt, bei dem ich mir denke, Häh? Warum?! Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, jemals nachgefragt zu haben. Ich nahm ’s entweder hin, folgte weiter oder entfolgte einfach ebenfalls und gut war. Zwei oder dreimal bekam ich eine Begründung. Unaufgefordert. Direkt von der betreffenden Person oder über eine dritte.

Ich war den Falschen gefolgt und wurde in Sippenhaft genommen.

Du folgst XY. Ich folge grundsätzlich niemandem, der XY folgt.

Nicht dass die Persona non grata, der ich skandalöserweise folgte, ein international bekannter Schwerverbrecher oder so was gewesen wäre. Nein. Ich hatte jeweils nicht den Hauch einer Ahnung, welche finstere Charaktereigenschaft vor mir verborgen geblieben war.

Mein letzter Follower, den ich auf diese Weise verlor, hatte große Probleme mit einer Frau, die ihm übel mitspielte. In wüsten Anfeindungen und Verleumdungen auf Twitter und facebook.

Ja. Schlimme Sache. Aber. ICH HATTE DOCH KEINE AHNUNG!

Mein Ex-Follower entfolgte in einer wütenden Nacht- und Nebelaktion kurzerhand alle, die seiner Übeltäterin folgten. Ohne Vorwahnung. Das ist für mich Vorverurteilung und Sippenhaft.

So ein Verhalten hätte ich gerne im vorherigen Jahrtausend zurückgelassen gesehen. Das ist doch so 1900.

One Response to Sippenhaft. Mit gefolgt, mit entfolgt.

  • Stadtneurotiker

    Das Netz ist bisweilen so seltsam wie die Menschen, die dort verkehren.
    Ich wurde dieses Jahr von einer entfolgt, weil ich ihrem angeblichen, aber nicht verurteilten Stalker folge. Ich war nicht der einzige in meiner Timeline.
    Solche Leute muss man gehen lassen, auch wenn es wehtut, weil Argumente nichts bringen.

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