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Bloggen über die eigene Website? #bloggenohneblog

By Raimund / Februar, 7, 2016 / 0 comments

Ob ich überhaupt bloggen soll war anfangs die Frage. Ich schwanke ab und zu immer noch zwischen Das Schreiben macht mir Spaß und Hab ich gerade wirklich etwas zu sagen, das es lohnt aufgeschrieben/veröffentlicht zu werden? Der Gedanke, dass das Bloggen auch für mich ein effektives Marketinginstrument sein könnte, stand natürlich auch von Anfang an im Raum. Gerade letzteres hat sich in den letzten Monaten bestätigt. „Ich habe mir Dich als meinen Fotografen ausgesucht, weil ich Deine Fotos sehr mag, aber auch das, was Du über Fotografie schreibst.“ sagte mir eine Kundin, die extra aus Berlin anreisen wollte um sich von mir porträtieren zu lassen.

Bloggen klar. Aber wo?

Einen Blog kann man an verschiedenen Orten beherbergen. Auf den unterschiedlichsten Plattformen. Die klassische Variante ist der/das eigene Blog. Selbst gehostet, unter der eigenen Webadresse. Man kann seine Beiträge aber auch auf Facebook Notes, LinkedIn Pulse, Medium … etc. verbreiten. Dafür spricht, laut der Anbieter, der geringere Aufwand und die (angeblich) größere Reichweite mit größerem Feedback zu den Posts. Den Anbietern geht es aber in erster Linie darum, dass die Leute so besser auf ihren Seiten zu halten sind. Wo bleibt da die eigene Website?

Meike Leopold stellt uns zu dieser Thematik in ihrer Blogparade „Erfolgreich Bloggen ohne eigenes Blog?“ einige Fragen, die ich hier beantworte.

Wie werden sich diese Entwicklungen auf uns Blogger, auf die Blogosphäre auswirken?

Ich denke, es wird immer mehr Blogger gegen, die keine eigene Website mehr aufsetzen, sondern die Homebase ihrer Posts auf der Plattform eines Sozialen Netzwerke sehen.

Welche Chancen bieten die neuen Angebote? Haben sie das Potenzial, Blogs langfristig abzulösen?

Die Chance Blogs langfristig abzulösen haben die neuen Angebote definitiv. Usability wird hier eines der entscheidenden Stichworte/Argumente sein. Blogger der ersten Stunde werden aber ihr selbst gehostetes  Blog sicher nicht so schnell aufgeben, sondern die neuen Kanäle zusätzlich ins Spiel bringen. Ergänzend und als Multiplikatoren.

Welche Risiken birgt es, wenn wir uns mehr und mehr auf Drittplattformen für die Publikation unserer Inhalte verlassen?

Die Plattform oder einfach auch nur die Blog-Funktion könnte verschwinden. Und damit alle Beiträge, sofern nicht woanders gespeichert/veröffentlicht. Schwierig beziehungsweise unklar ist oft auch die Handhabung der Nutzungsrechte zu den gehosteten Inhalten, siehe Facebook zum Beispiel. Die Identität, die Individualität eines Bloggers könnte geschwächt werden und damit gegebenenfalls die Marke.

Brauchen wir noch wirklich noch ein eigenes Content Hub? Ist es nicht eigentlich egal, WO wir unsere Beiträge schreiben?

Wir nicht, nein. Ich schon. Das muss aber jeder für sich entscheiden. Es gibt hier nicht die letzte Wahrheit. Egal ist es sicher nicht. Für den einen ist vielleicht das Bloggen auf LinkedIn Pulse genau das richtige, für den anderen das gute alte Blog auf der eigenen Website. Entscheidend ist hier, ob ich als Marke auftreten will oder als Privatperson, beruflich oder privat, wen ich erreichen will etc.

Gibt es gar kein „Ent oder weder“?

Nein. Sowohl als auch ist für mich persönlich am sinnvollsten. Wobei die eigene Website die Basis sein sollte.

Werden wir in Zukunft überhaupt noch von „Blogs“ sprechen?

Weiß ich nicht. Keine Ahnung.

Welche Strategien sollten Hobbyblogger, Solopreneure oder Unternehmen angesichts der zunehmenden Unübersichtlichkeit der Angebote bei der Content-Verteilung verfolgen?

Auf jeden Fall entscheiden, wo das Zuhause, die Basis der eigenen Onlinepräsens sein soll. Dann festlegen, welche weiteren Kanäle genutzt werden. Einfach auch mal ausprobieren und gegebenenfalls wieder verwerfen/löschen.

Bei der Multiplikation der Inhalte über diverse Kanäle sollte darauf geachtet werden, dass nicht immer nur einfach wiederholt  sondern passend zum jeweiligen Kanal variiert wird.

 

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